reitgut ®

Ausbildungskonzept Michaela Hohlstein

Philosophie und Konzept

                                                           

Kernkompetenz:

  • Solide ganzheitliche und breitgefächerte Basisausbildung
  • Ausbilderin für Pferd und Reiter vom Fohlenalter an
  • Lösung von Kommunikationsknoten zwischen Mensch und Pferd
  • Großes Netzwerk reitweisenübergreifender Ausbilder zum Austausch

 

Philosophie:

  •  Jedes Pferd/Reiter-Paar kann ordentliche Gymnastizierung und Grundausbildung erlernen.
  • Pferdegerecht, Angstfrei im Miteinander. Engagiert ohne Leistungsdruck.
  • Das Pferd entwickelt Spaß am Lernen und kommt freudig und eifrig zum Training.
  • Nur ein gesund gerittenes Pferd kann ein guter Reit-Partner sein.

 

Die Ausbildung unseres Partner Pferd ist bis zu einem bestimmten Punkt für alle Reitweisen und Rassen gleich. Immer individuell anzupassen aber vom Prinzip gleich. Pferde haben Rassespezielle Eigenschaften, doch die Biomechanik ist für die Grundausbildung dieselbe. Die Skala der Ausbildung für Pferd und Reiter ist genauso sinnvoll wie die Idee, dass alles Raum und Zeit braucht. Ab dem Zeitpunkt ab derm Spezialisierung gewünscht ist, wie z.B. hohe Dressur oder Springen verweise ich dann an den jeweiligen Spezialisten meines Vertrauens.  



 




Bis dahin biete ich vielseitige Wege - siehe unter Leistungen.

  • Bodenarbeit jedweger Art (klassisch und alternativ wie z.B. Horsemanship, Parelli, Geitner) - auch Verladetraining

·         Freiarbeit

·         Longe, Doppellonge

·         Handarbeit

·         Langzügel

  • Reiten nach klassischen Gesichtspunkten
  • Springgymnastik
  • Geländetraining, Handpferdreiten
  • Parcoursarbeit,  Gelassenheitstraining
  • Sitzschulung nach den Grundzügen von E. Meyners/Franklin

 Vorbereiten der Jungpferde vom Fohlenalter an

  • Einreiten, Beritt
  • Korrekturberitt
  • Lösung von Kommuniktionsknoten  zwischen Pferd/Reiter-Paaren
  • Unterricht auf/mit eigenem oder Leihpferd



  • Bewegungstraining von Pferden in der Rekonvaleszenz oder mit Bewegungseinschränkungen in Absprache mit TA und Therapeut



  • Laser Frequenz Therapie

 

Unter dem Motto „der Spaß“ darf nicht verloren gehen, bilde ich Pferde aus. Unsere mächtigen Freizeitpartner arbeiten viel lieber mit, wenn Sie sich wohl fühlen und Sinn darin sehen. Klares Lob und klare Konsequenz hilft dabei.  

 

An mich treten ambitionierte Freizeitreiter heran, denen das Wohl Ihrer Pferde eine Herzensangelegenheit ist. Ebenso wie Menschen, die unerfahren in der Ausbildung Ihrer Jungpferde sind.

 

Breitgefächerte Ausbildung von Pferd und Reiter, aufbauend auf den Bewegungslehren und der Ausbildungssakla mit sinnvollen Zusatzmitteln die alternativ zur Verfügung stehen. Es gibt nicht den einen Guru der alles kann und weis. Vielmehr benutze ich gerne das Wissen vieler großer Reitmeister. Der Weg ist das Ziel und eine Vielzahl von Ausbildungswegen sind als Puzzelteil individuell für das jeweilige Pferd/Mensch-Paar zu erarbeiten. Jeder hat andere Fähigkeiten und Fertigkeiten. Versteht andere Hilfen oder braucht andere Bilder.

 

Von vielen namhaften Trainern und über viele Jahre Ausbildung wurde mir bewusst, dass nur das Zusammenspiel vieler Möglichkeiten eine individuelle Ausbildung möglich macht.

Wer spezialisiert arbeitet, hat eingeschränkte tägliche Erfahrungen. z.B.

Barockreiter arbeiten mit PRE, Lusitanos, Lipizzaner, Friesen usw.

Westernreiter mit Pintos, Quarters, Paint, Appaloosa usw.

Springreiter mit Holsteinern, Oldenburgern, Hannoveranern usw.

Dressurreiter mit Trakehnern, Bayerischen Warmblütern, Hannoveranern usw.

Freizeitreiter gerne Haflinger, Ponys, Tinker, Araber usw.

Diese Vorgehensweise ist wichtig, um in seinem Spezial-Gebiet weiter zu kommen. Wer in seiner Sparte sehr erfolgreich werden möchte muss dies ab einem bestimmten Zeitpunkt auch forciert erarbeiten.

Jede Rasse braucht einen anderen Ansatz in derselben Ausbildung. Die Entwicklung ist anders durch verschiedene Veranlagungen körperlich und charakterlich. Daher sollte in der Grundausbildung der ersten Jahre sehr breitgefächert gearbeitet werden.

Wer jedoch in seiner Spezialisierung an einem Punkt kommt, wo es hakt, nicht mehr weitergeht und immer wieder zurückgeworfen wird, dem kann es unter Umständen helfen, in Bereichen, die nicht unbedingt in seiner Sparte vordergründig zusammenhängen, ein wichtiges Puzzelteil zu trainieren.

 

 

Was erwartet das Pferd-/Reiter-Paar bei mir?

Mein Konzept der Ausbildungsentwicklung basiert auf einer Checkliste, die bei einer Sichtung und einem Gespräch als erstes erstellt wird. Da es sich in meiner Arbeit immer von Partnerbeziehungen zwischen Mensch & Pferd handelt, ist es von elementarer Wichtigkeit, sich genau darüber ein klares Bild zu verschaffen. Ist-Zustand, Ziele, Wünsche, Ängste.

 

Als Orientierung dazu nutze ich das Wissen der alten Meister sowie die Erkenntnisse moderner Pferdetrainer immer vor dem Hintergrund, dass es sich mit dem Tierschutz, der lokalen Voraussetzungen sowie menschlichen Möglichkeiten vereinbaren lässt. Bewegungslehre, klarer Menschenverstand, Intuition und Herz.

 

  1. Betrachtung des Pferdes psychisch und physisch, frei und mit Reiter, Ausbildungsstand, Erziehung, Umgang
  2. Ist-Situation, Analyse, Startpunkte, Maßnahmenkatalog, Hausaufgaben
  3. Übungen für Reiter und Pferd für die tägliche Umsetzung. Diese werden vor Ort geübt und etabliert. Daheim konsequentes Arbeiten

Als ich mich dazu entschlossen habe, meinen gemachten Erfahrungen im Umgang und in der Arbeit mit Pferden an interessierte Menschen weiterzugeben war mir schnell klar geworden, dass die Basisarbeit nicht ausreichend vermittelt wird. Die Vielseitige Ausbildung fehlt und es geht sehr schnell in „eine Richtung“.

 

Dadurch ist der Ausbildungsweg nicht reell auch wenn es so scheint. Es wird häufig an einen  Ausbildungsstand angeknüpft, der die tatsächlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten als Voraussetzung noch nicht erfüllt. Dadurch kommt es zu Spannungen.

 

Auch mir wird es jeden Tag klar, wie wichtig es ist, immer wieder zum Anfang der einfachsten Basics zurückzukehren, zu überprüfen und an der Optimierung der Grundlagen zu feilen und  spielerisch in das tägliche Trainingsprogramm aufzunehmen. Das Ergebnis einer soliden Basisarbeit ist ein nahezu selbstverständliches Abrufen von Lektionen.

 

Dem Grundsatz folgend: Vor dem selbstverständlichem leichten harmonischem Reiten steht der Weg des Fleißes von Mensch & Pferd. Reiten soll ganz leicht sein. Das Resultat. Der Weg dahin ist gesäumt von physischen und psychischen Hürden die es zu bewältigen gilt.

 

Mein Ansatz in der Lösung verschiedenster Probleme die an mich herangetragen werden, besteht in der Auflösung von „Kommunikationsknoten“ zwischen Mensch & Pferd. Sowohl vom Boden als auch vom Sattel aus. Diese sind so vielschichtig wie es Charaktere und Rassen gibt.

 

Diese Erkenntnis ist das Produkt der Erfahrung die ich durch das tägliche Reiten der verschiedensten Pferde/Ponys gewinnen konnte. In den meisten Fällen war es durch effektive und zielgerichtete Arbeit mit dem Partner Pferd möglich, diese zu zuverlässigen vielseitig einsetzbaren Freizeitpartnern ausbilden, die auch fähig sind Prüfungen jeder Art zu absolvieren. Gerade für den ambitionierten Freizeitreiter. Auch unsere eigenen Schulpferde wurden selbst ausgebildet und tragen Ihre Schüler durch alle Prüfungen bis zum Trainerschein. Doch auch Wettbewerbe, Wanderritte, Distanzen, O-Ritte oder Jagden gehen unsere Pferde problemlos. Jedes Pferd geht auch alleine mit seinem Menschen ins Gelände und findet sich in seiner Rolle zurecht. Erstaunlich bei Berittpferden ist immer wieder, dass häufig demotivierte Menschen plötzlich wieder Freude an Ihrem Partner Pferd finden.

 

Ein Reitpferd ist vom 1. Tag als Reitpferd auszubilden. Das beginnt im Fohlenalter. Die Arbeit am Boden ist so breit gefächert und vielseitig, dass ich das Jungpferd bis zum Beritt schon grundlegend ausgebildet wird.

 

Die Grundkommunikation Pferd/Mensch vom Boden und aus dem Sattel sind mir besonders wichtig.

 

Am liebsten arbeite ich effektiv damit Pferd und Reiter einfach umzusetzende aber qualitativ wertvolle Übungen an die Hand bekommen, die alleine auch sinnhaft zu erarbeiten sind. Diese bauen dann aufeinander auf und können effektiv bis zu einem späteren Termin durchgearbeitet werden.

 

Mein Ziel ist es immer dem Reiter das Auge und das Gefühl zu schulen genau zu erkennen wann die Übung sinnvoll ist und wann es nicht gymnastizierend wirkt. Das hilft viel mehr, als einem Pferd Lektionen beizubringen die es abspult ohne tatsächliche wertvolle Gymnastik zu erhalten.

 

Es muss nicht kompliziert sein um genial zu erscheinen. Wenn es so einfach wird, dass es der Reiter und das Pferd verstehen und umsetzen können ist meine Arbeit gut gewesen.

 

Komplizierte Genialität helfen weder dem Reiter noch dem Pferd!

 

 

Reiterfahrung seit über 20 Jahren - finden Sie mich auf Facebook

4 Kinder

Selbständig

18 eigene Pferde verschiedenster Rassen mit Schulbetrieb

Jungpferdausbildung

Beritt und Korrektur von über 60 Pferden

Trainerscheine (ÜL B und R) der VFD 

Prüferin der VFD

Trainer C und B Reiten Basissport Breitensport  FN

Vereinsleitung von Pferdepartner Franken e.V. www.pferdepartner-franken.de

Reitunterricht z.B. bei

  • Desmond o´Brien
  • Manolo Oliva
  • Sibylle Wiemer
  • Uli Deuber
  • Mao Liri
  • Miryam Husain
  • Mihai Mandela
  • Johannes Beck-Broichsitter
  • Martina Nickel

 


 

http://www.rundumbamberg.de/2017/10/26/freiarbeit-mit-pferden/
 


 

VFD-Treff Kreisverband Bamberg am 21.10.2017 in Baunach

Liberty - Freiarbeit

 

Beim Treff des VFD-Kreisverbandes Bamberg in Baunach demonstrierte Michaela Hohlstein ihr Verständnis von Freiarbeit mit der siebenjährigen Achal Tekkiner Stute Darakhshan und dem zweijährigen Noriker Leonhard. Sie vermittelte dabei eindrucksvoll, dass Liberty auf einer feinen Kommunikation zwischen Mensch und Pferd basiert, also Austausch, nicht Befehl und Ausführung, und Freisein, nicht das Abrufen dressierter Lektionen, in den Vordergrund stellt.

Ausgangspunkt der Freiarbeit ist, den Charakter des Pferdes zu erkennen, klar und authentisch mit ihm zu kommunizieren und aus fundiertem Wissen über die Bewegungslehre des Pferdes und  Erfahrung heraus planvoll, schnell und angemessen zu reagieren. Dann wird sich ein Pferd gerne, freudig und freiwillig anschließen und auf eine Kommunikation einlassen, die echte zwanglose Arbeit in seinem Sinn ist. Nicht das Ego des Menschen wird dann durchgesetzt, sondern die Arbeit wird so gestaltet, dass das Pferd einen körperlichen und geistigen Profit daraus hat. Mensch und Tier sollen als „Helden des Tages“ vom Platz gehen können und das wunderbare Gefühl haben, für beide Seiten Gutes geschafft zu haben. Dann ergeben sich gegenseitige Wertschätzung und Freude an der Qualität der Arbeit. Die Pferde schätzen gute Arbeit einfach wert und freuen sich schon wiehernd, wenn ihre menschlichen Partner mit dem Halfter kommen.

Liberty ist also kein Einstudieren von Programmen, sondern ein Abfragen der Kommunikation und die sieht jeden Tag je nach Laune, Bereitschaft und Tagesform anders aus. Diese Kommunikation wird in den Sattel übertragen. Dann ist ein Umformulieren der Kommunikation in abgewandelte Hilfen gefragt. Wichtig ist, dem Pferd immer die Chance zu geben, dass es das verstehen kann, was ich meine: Missverständnisse unkommentiert lassen und eine neue Chance anbieten. Die Pferde sind so dankbar, wenn sie zeigen können, dass sie es verstanden haben und eifrig mitarbeiten möchten. Großes Lob muss folgen und dann können sie in Ihrer ganzen Kraft und Stärke strahlen! Jeder soll in der Arbeit ein Stück weit über sich hinauswachsen können. Pferde sind sehr neugierig. Also seien wir kreativ und haben wir die Bedürfnisse und die Tagesform unseres Gegenübers immer im Auge.

Gut ist, uns und den Pferden Zeit zu geben und uns zu freuen, auch wenn sie „Gas“ geben: niemals den Vorwärtsdrang zurückhalten, lieber formen und modellieren. Das Pferd soll gefühlt ja fliegen und nicht in den Boden rennen: den Fleiß in die Hinterhand bringen und die Vorhand hoch holen. Das ist das Ziel der Arbeit an der Hand und im Sattel – auch in der Liberty, also gesunderhaltende Gymnastik. Wenn das Pferd ausgebremst wird, dann verliert es seinen Schwung. Doch wenn durch die aufbauende Arbeit der Schub in vermehrte Hankenbeugung und Lastaufnahme umgewandelt wird, dann kann das Pferd in seinem Sinne ausbalanciert bewegt werden.

Grundsätzlich achten wir darauf, dass sich das Pferd erst mal frei bewegen darf. Dann können wir abschätzen, wie die Tagesform ist. Wir unterstützen und optimieren die Bewegungen. Dabei reflektieren wir, ob die Maßnahme eine Verbesserung gebracht hat und bauen darauf auf. Wenn das Pferd uns versteht und unsere Hilfen durchlässt, dann merkt es die Verbesserung für sich und unsere Zufriedenheit. Das ist der Schlüssel zur Harmonie. Dann geben die Pferde alles, um uns zu gefallen. Sie strengen sich an, wenn die Hilfe korrekt zum richtigen Zeitpunkt kommt, denn dann verstehen sie diese auch. Wenn Hilfen allerdings unkorrekt und wirr kommen und jeden Tag anders, dann wird das Pferd schnell dicht machen. Es könne uns ja nichts recht machen und verstehe uns ja nicht. Wichtig ist, an uns zu arbeiten, unsere eigene Körpersprache zu überprüfen, uns zu beobachten und filmen zu lassen und die Reaktionen des Pferdes zu analysieren. Entdecken wir Fehler bei uns, sollten wir gezielt an einer Verbesserung arbeiten. So kann eine konstruktive Grundkommunikation mit unseren Pferden entstehen. Wenn das nicht klappt, dann holen wir uns Hilfe von Fachleuten, die uns an dem Punkt weiterhelfen, an dem wir mit unserem Pferd gerade stehen, damit ein respektvolles, partnerschaftliches, angstfreies und von Neugier, Spaß und Freude geprägtes Miteinander mit unseren Pferden wachsen kann.

Renate Baierl, VFD-Kreisverband  Bamberg